Der große Stein
Nördlich von Stamsried, Richtung Hilpersried – befindet sich in einem Feldgehölzstreifen eine außergewöhnliche Felsformation, der sog. Große Stein.
Folgt der Wanderer dem schmalen Pfad rechts der geologischen Übersichtstafel, hat er das Gefühl, in eine andere Welt einzutreten. Es ist, als ob die Zeit stehenbliebe. Alles hier scheint zu sprechen: die verwitterten, efeuberankten Gneisblöcke, die gedrehten und gezwieselten Bäume mit ihren obstrusen Verwachsungen, die ungewöhnliche Zusammensetzung der Pflanzengemeinschaft, die vielen, als "Strahlungssucher" bekannten Arten...
Ein leichtes tranceähnliches Schwindelgefühl ergreift einen, man hat den Eindruck, sich um sich selbst zu drehen, linksherum, den Bäumen gleich, sich spiralig ins Erdinnere zu schrauben, in die Tiefen der eigenen Seele.
Phänomene dieser Art entstehen, wenn das Energiepotential eines Ortes sich qualitativ und quantitativ wesentlich von dem seines Umfeldes unterscheidet. Die Gründe dafür sind immer vielschichtig und für unseren rationalen Verstand schwer fassbar. Rutengänger machen für die spezielle Atmosphäre solcher Orte meist Wasseradern, magnetisches oder radioaktives Untergrundgestein, tektonische Verwerfungen, Gitternetzstrukturen, Geomantische Linien o.ä. verantwortlich. Vor allem die Kombination solcher Strukturen in Kreuzungssystemen, wie sie hier vorliegt, wirkt besonders stark.
So unterschiedlich der Große Stein und sein unmittelbares Umfeld auf den jeweiligen Besucher auch wirken mag – wer bereit ist, sich dem Geist dieses Ortes zu öffnen, wird im Bann seiner natürlichen Urkraft die Urkraft der eigenen inneren Natur wiederfinden.







